Aber auch aus dieser Übereinkunft wurde aus verschiedenen Gründen nichts, weswegen
Nintendo Philips als „Wiedergutmachung“ erlaubte, einige Spiele mit Nintendo
Charakteren für die hauseigene CD-i Konsole zu produzieren. Das Ergebnis konnte
man unter anderem in drei Zelda Spielen sehen: „Link: The Faces of Evil“ (1993)
orientierte sich gamplaytechnisch an Zelda II, litt aber an einer schrecklich
ungenauen und hochgradig schlecht designten Steuerung, sorgte andererseits gleichzeitig
mit seinen lächerlich stümperhaften FMV Sequenzen im Cartoonstil für große Lachanfälle
beim Spieler. In genau die gleichen Fußstapfen trat auch das gleichzeitig veröffentlichte
„Zelda: The Wand of Gamelon“, das erstmals die Möglichkeit bot, sich mit der
namensgebenden Prinzessin ins Abenteuer zu
stürzen, was wohl aber nur die wenigsten
wirklich wollten. So wurde das Spiel mit gutem Grund von der Electronic Gaming
Monthly zum sechst schlechtesten Spiel aller Zeiten gewählt. Nur wenig besser
war da das abschließende Werk mit dem schlichten Namen „Zelda's Adventure“ (1994).
Wieder musste der Spieler in Zeldas Gewand schlüpfen, diesmal allerdings in
der von der Originalreihe bekannten Vogelperspektive. Spielerisch auch alles
andere als ein Glanzstück, sorgten erneut die Zwischensequenzen für heitere
Momente vor dem TV-Bildschirm, da diesmal miserabel schlecht spielende Schauspieler
mit ebenso miserablen Kostümen vor digitalisierten Bildern ihren (ihr ahnt es
schon) miserablen Text herunterleiern mussten. Selbst ein absoluter Hardcorefan
hat wahrlich nichts versäumt, wenn er um diese drei Titel bisher einen großen
Bogen gemacht hat.
Aber auch von Nintendo gab es Mitte der 90er Neues in Sachen Zelda zu vermelden. Im Heimatland veröffentlichte man dort das Satellaview, ein Add-On für das SNES, das in der Lage war, zu bestimmten Uhrzeiten Informationen von einem Satelliten zu empfangen, darunter auch Daten für Videospiele. Als eines von drei Zelda Spielen war „BS Zeruda no Densetsu“ im August 1995 empfangbar, ein Remake von The Legend of Zelda (BS steht für Broadcast Satellaview). Neben einigen optischen Veränderungen und der Wahl eines männlichen oder weiblichen Hauptcharakters (die gleichzeitig als Satellaview Maskottchen herhielten), sorgten die „Features“ des Satellaview für interessante Besonderheiten: Das Spiel wurde in vier wöchentliche Episoden aufgeteilt, die nur zu diesen Zeiten auf das beim Satellaview beiliegende Flash-Modul gespeichert werden konnten. Das Spiel selbst wurde in Echtzeit gespielt, was bedeutet, dass in der rechten Bildschirmecke die korrekte Uhrzeit eingeblendet wurde. Zu bestimmten Zeiten stoppte der Titel dann plötzlich und eine bestimmte Aktion wurde ausgeführt, wie der plötzliche Tod aller auf dem Screen befindlichen Feinde. Hin und wieder pausierte das Spiel zu bestimmten Zeiten auch, damit eine Livestimme den Sp
ieler mit Tipps versorgen konnte. Einem ähnlichen Muster
folgte auch „BS Super Famicom Zeruda no Densetsu: Kamigami no Toraifôsu“, das
aber kein Remake, sondern lediglich eine herunterladbare Variante von A Link
to the Past darstellte. Ein „relativ“ neues Abenteuer wurde erst mit „Zeruda
no Densetsu: Kodai no Sekiban“ (The Legend of Zelda: Ancient Stone Tablets)
im März 1997 angeboten. Für diesen wieder in vier Episoden aufgeteilten Titel,
wobei jede Episode je eine Woche, aber nur einmal pro Tag verfügbar war, diente
A Link to the Pasts Spielwelt und Gameplay als Vorbild, auch wenn erneut nicht
Link, sondern die beiden Satellaview Maskottchen die erste Geige spielten. Hier
spielte die Zeit eine noch bedeutendere Rolle, da jede Episode nur eine Stunde
lang dauerte und der Spieler oft vor der Entscheidung stand, entweder noch schnell
einen Dungeon oder lieber eine lohnende Sidequest zu beenden. Pro Woche wurden
zwei Dungeons freigeschaltet, sodass am Ende der vier Wochen acht Dungeons gelöst
sein mussten. Am Ende einer Episode wurde Bilanz gezogen und der Spieler bekam
seinen Punktestand mitgeteilt, wobei es die meisten Punkte für das Einsammeln
der Titelgebenden Steintafeln gab, die in den Dungeons schlummerten. Ein Spielen
außerhalb dieser Stunde war alleine schon aufgrund der live gesendeten Sprachsequenzen
nicht möglich, da Zwischensequenzen und z.B. Ratschläge des Weisen Sahasrahla
(bekannt aus ALttP) mit professionellen Sprechern unterlegt wurden.
stürzen, was wohl aber nur die wenigsten
wirklich wollten. So wurde das Spiel mit gutem Grund von der Electronic Gaming
Monthly zum sechst schlechtesten Spiel aller Zeiten gewählt. Nur wenig besser
war da das abschließende Werk mit dem schlichten Namen „Zelda's Adventure“ (1994).
Wieder musste der Spieler in Zeldas Gewand schlüpfen, diesmal allerdings in
der von der Originalreihe bekannten Vogelperspektive. Spielerisch auch alles
andere als ein Glanzstück, sorgten erneut die Zwischensequenzen für heitere
Momente vor dem TV-Bildschirm, da diesmal miserabel schlecht spielende Schauspieler
mit ebenso miserablen Kostümen vor digitalisierten Bildern ihren (ihr ahnt es
schon) miserablen Text herunterleiern mussten. Selbst ein absoluter Hardcorefan
hat wahrlich nichts versäumt, wenn er um diese drei Titel bisher einen großen
Bogen gemacht hat.Aber auch von Nintendo gab es Mitte der 90er Neues in Sachen Zelda zu vermelden. Im Heimatland veröffentlichte man dort das Satellaview, ein Add-On für das SNES, das in der Lage war, zu bestimmten Uhrzeiten Informationen von einem Satelliten zu empfangen, darunter auch Daten für Videospiele. Als eines von drei Zelda Spielen war „BS Zeruda no Densetsu“ im August 1995 empfangbar, ein Remake von The Legend of Zelda (BS steht für Broadcast Satellaview). Neben einigen optischen Veränderungen und der Wahl eines männlichen oder weiblichen Hauptcharakters (die gleichzeitig als Satellaview Maskottchen herhielten), sorgten die „Features“ des Satellaview für interessante Besonderheiten: Das Spiel wurde in vier wöchentliche Episoden aufgeteilt, die nur zu diesen Zeiten auf das beim Satellaview beiliegende Flash-Modul gespeichert werden konnten. Das Spiel selbst wurde in Echtzeit gespielt, was bedeutet, dass in der rechten Bildschirmecke die korrekte Uhrzeit eingeblendet wurde. Zu bestimmten Zeiten stoppte der Titel dann plötzlich und eine bestimmte Aktion wurde ausgeführt, wie der plötzliche Tod aller auf dem Screen befindlichen Feinde. Hin und wieder pausierte das Spiel zu bestimmten Zeiten auch, damit eine Livestimme den Sp
ieler mit Tipps versorgen konnte. Einem ähnlichen Muster
folgte auch „BS Super Famicom Zeruda no Densetsu: Kamigami no Toraifôsu“, das
aber kein Remake, sondern lediglich eine herunterladbare Variante von A Link
to the Past darstellte. Ein „relativ“ neues Abenteuer wurde erst mit „Zeruda
no Densetsu: Kodai no Sekiban“ (The Legend of Zelda: Ancient Stone Tablets)
im März 1997 angeboten. Für diesen wieder in vier Episoden aufgeteilten Titel,
wobei jede Episode je eine Woche, aber nur einmal pro Tag verfügbar war, diente
A Link to the Pasts Spielwelt und Gameplay als Vorbild, auch wenn erneut nicht
Link, sondern die beiden Satellaview Maskottchen die erste Geige spielten. Hier
spielte die Zeit eine noch bedeutendere Rolle, da jede Episode nur eine Stunde
lang dauerte und der Spieler oft vor der Entscheidung stand, entweder noch schnell
einen Dungeon oder lieber eine lohnende Sidequest zu beenden. Pro Woche wurden
zwei Dungeons freigeschaltet, sodass am Ende der vier Wochen acht Dungeons gelöst
sein mussten. Am Ende einer Episode wurde Bilanz gezogen und der Spieler bekam
seinen Punktestand mitgeteilt, wobei es die meisten Punkte für das Einsammeln
der Titelgebenden Steintafeln gab, die in den Dungeons schlummerten. Ein Spielen
außerhalb dieser Stunde war alleine schon aufgrund der live gesendeten Sprachsequenzen
nicht möglich, da Zwischensequenzen und z.B. Ratschläge des Weisen Sahasrahla
(bekannt aus ALttP) mit professionellen Sprechern unterlegt wurden.Features
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